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Kupfer im Trinkwasser

Kupfer gehört für den Menschen zu den lebensnotwendigen Spurenelementen. Ab einer Konzentration von 3-5 mg/l kann sich der Geschmack im Trinkwasser bemerkbar machen. Dennoch ist Kupfer im Trinkwasser alles andere als unproblematisch. Bei Säuglingen sind Fälle von Leberzirrhose durch Kupferintoxikation bei gleichzeitig sauren Wasser belegt. Die neue Trinkwasserverordnung gibt erstmals einen Grenzwert von 2 mg/l vor, der für die jeweilige Zapfstelle gilt.

Im natürlichen Wasser und in dem von den Wasserwerken abgegebenen Trinkwasser ist der Kupfergehalt fast immer sehr niedrig. Eine wesentliche Erhöhung der Kupferkonzentration bis 10 mg/l wird durch die Hausinstallationen selbst hervorgerufen. Diese Problematik betrifft aber vorwiegend Neuinstallationen. Aus diesem Grunde finden heute vielfach Kunststoffwasserleitungen in der häuslichen Wasserversorgung Verwendung.

Die toxikologische Wirkung von Kupfer ist seit langem bekannt. Das Wachstum von Bakterien und Keimen, aber auch von Algen wird durch Kupfer stark gehemmt. So laufen in einigen Krankenhäusern Versuche, bei denen Türklinken und Wasserhähne mit einer Kupferschicht überzogen werden. Aber auch an Hausdächern mit Kupferinstallationen kann man die wachstumshemmende Wirkung von Kupfer auf Algen beobachten. Diese toxikologischen Wirkungen betreffen jedoch nicht nur Kleinlebewesen, auch ausgewachsene Bäume sterben innerhalb kürzester Zeit ab, wenn man einen Nagel aus Kupfer in ihren Stamm einschlägt.

Um der im Zusammenhang mit Kupfer entstehenden Problematiken zu entgehen, bieten sich nur zwei Möglichkeiten an:
Erstens der Austausch aller Wasserleitungen in der häuslichen Installation aus Kupfer durch Kunststoff. Oder aber zweitens, die Verwendung von Filteranlagen im Haushalt, um sicherzustellen das kein Kupfer in den Stoffwechsel des Menschen gelangen kann. Letztere Möglichkeit bietet darüber hinaus noch den Vorteil, dass auch andere Schadstoffe aus dem Wasser gefiltert werden können.

Welcher Filter für ihre Zwecke am geeignetsten ist, hängt von der Gesamtzusammensetzung ihres Trinkwassers ab. Im Zweifelsfall ist immer die Umkehr-Osmose zu empfehlen, da Aktivkohlefilter bei kalkhaltigem Wasser schnell verschleißen und Dampfdestilatoren relativ hohe Energiekosten verursachen.

 

 
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